DZ BANK Gruppe
Die DZ BANK Gruppe blickt auf ein außergewöhnlich erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Das Vorsteuerergebnis belief sich auf 4,3 Milliarden Euro. Es übertraf damit das Vorjahr (3,3 Milliarden Euro) deutlich. Grundlage für das sehr erfreuliche Resultat war ein gutes Kundengeschäft in nahezu allen Segmenten.
Insbesondere die R+V Versicherung trug dank steigender Beiträge und eines sehr niedrigen Schadenverlaufs in der Sach- und Rückversicherung deutlich zum Gesamtergebnis bei. Union Investment setzte ihr Volumenwachstum der vergangenen Jahre fort. Sie erzielte – unterstützt durch die positive Entwicklung an den Aktienmärkten – erneut ein sehr gutes Ergebnis. In der DZ BANK – Verbund- und Geschäftsbank wuchsen erfreulicherweise sowohl das Geschäft mit Firmenkunden als auch die Bereiche Kapitalmarkt und Transaction Banking. Die DZ HYP verzeichnete ein stabiles operatives Geschäft. Negative Bewertungseffekte aus Eigenemissionen reduzierten das Ergebnis jedoch im Vergleich zum Vorjahr. Die DZ PRIVATBANK legte im Kundengeschäft weiter zu. Sie konnte trotz des gesunkenen Zinsniveaus das Ergebnis nahezu auf der Höhe des Vorjahres halten. Für die TeamBank und die VR Smart Finanz blieb die andauernde Konjunkturschwäche ein Belastungsfaktor. Dieser spiegelt sich im Ergebnis beider Unternehmen wider.
Die harte Kernkapitalquote der DZ BANK Gruppe beläuft sich auf 18,4 Prozent. Dieser deutliche Anstieg gegenüber dem Vorjahr (15,8 Prozent) ist unter anderem auf die zum Jahresbeginn 2025 in Kraft getretene Capital Requirements Regulation III zurückzuführen.
Die Ergebnisse im Detail
In der DZ BANK – Verbund- und Geschäftsbank (VuGB) stieg das Ergebnis vor Steuern deutlich auf 864 Millionen Euro (2024: 468 Millionen Euro). Getragen wurde diese Entwicklung von einem sehr guten Kundengeschäft in allen Geschäftsfeldern. Zudem war das Vorjahresergebnis durch negative IFRS-Effekte sowie eine höhere Risikovorsorge belastet.
Im Firmenkundenbereich nahm das zugesagte Kreditvolumen um 8 Prozent auf 97,4 Milliarden Euro (2024: 90,5 Milliarden Euro) zu. Das darin enthaltene Gemeinschaftskreditgeschäft mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken stieg ebenso. Es lag bei 19,3 Milliarden Euro (2024: 18,0 Milliarden Euro). Besonders stark wuchs das Geschäft bei der Finanzierung erneuerbarer Energien. Das Portfolio stieg um 21 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Erstmals verzeichnete die Bank hier mehr als 1 Milliarde Euro Neugeschäftsvolumen in Deutschland.
Im Kapitalmarktgeschäft nahmen Firmenkunden angesichts der Volatilität an den Märkten Produkte zur Absicherung von Währungsrisiken erneut stark in Anspruch. Der Absatz von Geldmarktprodukten bewegte sich in allen Kundensegmenten auf einem guten Niveau. Das Kapitalmarktgeschäft mit institutionellen Kunden verlief angesichts eines hohen Finanzierungsbedarfs, insbesondere von Staaten, ebenfalls sehr erfolgreich. Bei einer der größten Eigenkapitaltransaktionen in Europa nahm die Verbund- und Geschäftsbank eine führende Rolle ein. Zudem begleitete sie erneut als Co-Strukturierer das nachhaltige Emissionsprogramm der Bundesrepublik Deutschland. Im Retail-Bereich bewegte sich das Absatzvolumen von Anlagezertifikaten mit 9,0 Milliarden Euro (2024: 8,9 Milliarden Euro) auf hohem Niveau. Zinsprodukte waren weiterhin rückläufig.
Auch das Transaction Banking entwickelte sich sehr gut. Die abgewickelten Transaktionen auf der neuen einheitlichen Zahlungsverkehrsplattform stiegen deutlich auf 11,0 Milliarden (2024: 10,2 Milliarden). Auch die Anzahl der Kreditkartentransaktionen legte um 23 Prozent zu. Der Kreditkartenabsatz stieg zugleich um 11 Prozent. Das Fondsvolumen in der Verwahrstelle entwickelte sich ebenfalls positiv. Es erhöhte sich auf 380,7 Milliarden Euro (2024: 369,9 Milliarden Euro). Die DZ BANK nutzt die Konsolidierung im Markt, um ihre Position als drittgrößte Verwahrstelle weiter auszubauen
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall (BSH) verbesserte ihr Ergebnis vor Steuern deutlich auf 122 Millionen Euro (2024: 64 Millionen Euro). In der Baufinanzierung setzt sich die Erholung im Gesamtmarkt fort. In der Folge stieg das Neugeschäft mit Bauspardarlehen und Baufinanzierungen in BSH-Büchern auf 8,4 Milliarden Euro (2024: 7,1 Milliarden Euro). Das Bausparneugeschäft sank auf 17,6 Milliarden Euro (2024: 28,1 Milliarden Euro). Der Marktanteil im Bausparen bleibt mit 33,3 Prozent (2024: 34,7 Prozent) jedoch auf einem guten Niveau.
Die R+V Versicherung erzielte mit 2,14 Milliarden Euro (2024: 1,24 Milliarden Euro) ein außergewöhnlich gutes Vorsteuerergebnis. Maßgeblich hierfür waren eine sehr gute operative Entwicklung und eine deutlich geringere Schadendynamik in der Sach- und Rückversicherung. So stieg die Summe der gebuchten Bruttobeiträge auf 22,8 Milliarden Euro (2024: 20,9 Milliarden Euro). Das Versicherungstechnische Ergebnis stieg in der Sach- sowie in der Rückversicherung deutlich.
Die TeamBank verzeichnete einen Ergebnisrückgang auf −29 Millionen Euro vor Steuern (2024: 23 Millionen Euro). Die Geschäftsentwicklung war weiterhin von der konjunkturellen Lage und einem schwachen Konsumklima geprägt. Folglich erhöhten sich die Zuführungen zur Risikovorsorge. Das Neugeschäftsvolumen reduzierte sich auf 2,8 Milliarden Euro (2024: 3,1 Milliarden Euro). Die Forderungen gegenüber Kunden sanken leicht auf 9,6 Milliarden Euro (2024: 9,9 Milliarden Euro). Die Anzahl der Kunden blieb stabil.
Union Investment erzielte mit 1,19 Milliarden Euro vor Steuern erneut ein sehr gutes Ergebnis (2024: 1,24 Milliarden Euro). Das Vorjahresergebnis profitierte in höherem Maße von positiven Bewertungseffekten. Maßgeblich für das gute Ergebnis waren das erfreuliche Kundengeschäft sowie die positive Aktienmarktentwicklung. Der Nettoabsatz an Privatkunden stieg auf 13,5 Milliarden Euro (2024: 12,6 Milliarden Euro). Der Nettoabsatz an institutionelle Kunden wuchs noch deutlicher auf 9,8 Milliarden Euro (2024: 4,7 Milliarden Euro). Die Assets under Management stiegen zum Jahresende auf 534,6 Milliarden Euro (2024: 504,7 Milliarden Euro). Der Bestand an nachhaltigen Anlagen gemäß Artikel 8 und 9 der EU-Offenlegungsverordnung belief sich auf 153,7 Milliarden Euro (2024: 146,6 Milliarden Euro) und unter Anwendung eigener nachhaltiger Mindeststandards auf 139,1 Milliarden Euro (2024: 127,1 Milliarden Euro).
Bei der DZ HYP ging das Ergebnis vor Steuern auf 338 Millionen Euro (2024: 479 Millionen Euro) zurück. Maßgeblich für den Ergebnisrückgang waren IFRS-Bewertungseffekte bei Eigenemissionen. Das operative Geschäft entwickelte sich positiv. Im sich erholenden Immobilienumfeld stieg das Firmenkundenneugeschäft auf 9,2 Milliarden Euro (2024: 7,2 Milliarden Euro). Das Neugeschäft mit Privatkunden lag bei 1,6 Milliarden Euro (2024: 1,5 Milliarden Euro). Der Gesamtbestand an Finanzierungen ist mit 57,6 Milliarden Euro (2024: 57,5 Milliarden Euro) stabil. Die Risikosituation blieb mit einer Risikovorsorge in Höhe von 105 Millionen Euro unauffällig.
Die DZ PRIVATBANK bewegte sich mit 106 Millionen Euro im Vorsteuerergebnis erneut auf einem sehr guten Niveau (2024: 112 Millionen Euro). Der Rückgang im Vorjahresvergleich resultiert aus dem veränderten Zinsumfeld. Im operativen Geschäft legte die DZ PRIVATBANK zu. Insbesondere das Private Banking im gemeinsamen Vertrieb mit den Genossenschaftsbanken entwickelt sich erfreulich. Das verwaltete Vermögen im Private Banking stieg auf 30,7 Milliarden Euro (2024: 26,1 Milliarden Euro). Das Nettoneugeld wuchs deutlich auf 2,4 Milliarden Euro (2024: 1,0 Milliarden Euro). Das verwaltete Fondsvolumen stieg auf 181,3 Milliarden Euro (2024: 161,8 Milliarden Euro).
Die VR Smart Finanz verzeichnete einen Rückgang im Ergebnis vor Steuern auf −28 Millionen Euro (2024: −23 Millionen Euro). Infolge der anhaltenden Konjunkturschwäche und der daraus resultierenden wirtschaftlichen Herausforderungen vieler Kleinunternehmen blieben die Aufwendungen für die Risikovorsorge hoch. Im Zuge der geringen Investitionstätigkeit bei Geschäfts- und Gewerbekunden fiel zudem das Neugeschäftsvolumen mit 1,18 Milliarden Euro geringer aus als im Vorjahr (1,24 Milliarden Euro). Der Bestand blieb mit 3,12 Milliarden Euro stabil (2024: 3,10 Milliarden Euro).
Die DZ BANK AG – Holdingfunktion verbesserte das Ergebnis vor Steuern angesichts geringerer Zinsaufwendungen auf –335 Millionen Euro (2024: –373 Millionen Euro).
Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung
Der Zinsüberschuss der DZ BANK Gruppe lag mit 3,84 Milliarden Euro deutlich unter dem Vorjahresniveau (2024: 4,67 Milliarden Euro), das durch rechnungslegungsbedingte Effekte mit gegenläufiger Wirkung im Handelsergebnis positiv überzeichnet war. Das Kundengeschäft verlief gut – insbesondere die Verbund- und Geschäftsbank, die DZ HYP und die Bausparkasse Schwäbisch Hall trugen zum Zinsergebnis bei.
Der Provisionsüberschuss stieg auf 3,37 Milliarden Euro (2024: 3,19 Milliarden Euro). Maßgeblich hierfür: der hohe Absatz von Fondsprodukten bei Union Investment sowie das Kundengeschäft in der Verbund- und Geschäftsbank.
Das Handelsergebnis belief sich auf 281 Millionen Euro (2024: −842 Millionen Euro). Im Vorjahr hatten negative Bewertungseffekte bei Eigenemissionen der Verbund- und Geschäftsbank sowie rechnungslegungsbedingte Effekte das Handelsergebnis belastet. Das Kapitalmarktgeschäft der Verbund- und Geschäftsbank verlief in allen Kundensegmenten erfreulich.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen stieg auf 105 Millionen Euro (2024: 65 Millionen Euro).
Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten fiel angesichts negativer Bewertungseffekte auf −127 Millionen Euro (2024: 229 Millionen Euro).
Die Risikovorsorge belief sich auf 653 Millionen Euro (2024: 845 Millionen Euro) und blieb in weiten Teilen der DZ BANK Gruppe unauffällig. Bei den Kunden der TeamBank sowie der VR Smart Finanz macht sich die schwache Konjunktur weiterhin deutlich bemerkbar.
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Zuge vermehrter Investitionen in Personal sowie IT-Infrastruktur auf 4,80 Milliarden Euro (2024: 4,55 Milliarden Euro).
Das Sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich auf 219 Millionen Euro (2024: 200 Millionen Euro).
Die Aufwand-Ertrags-Relation erreichte einen Wert von 49,3 Prozent (2024: 52,3 Prozent).
Das Konzernergebnis vor Steuern betrug 4,28 Milliarden Euro (2024: 3,30 Milliarden Euro).
Das Konzernergebnis lag bei 2,88 Milliarden Euro (2024: 2,39 Milliarden Euro).
Die Bilanzsumme der DZ BANK Gruppe lag Ende 2025 bei 661,4 Milliarden Euro (Ende 2024: 659,6 Milliarden Euro).
Zahlen im Überblick
DZ BANK Gruppe
in Millionen Euro
| 2025 | 2024 | |
|---|---|---|
| Ertragslage | ||
| Erträge1 | 9.739 | 8.700 |
| Risikovorsorge | –653 | –845 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 4.282 | 3.303 |
| Konzernergebnis | 2.880 | 2.390 |
| Aufwand-Ertrags-Relation (in Prozent) | 49,3 | 52,3 |
| 31.12.2025 | 31.12.2024 | |
| Vermögenslage | ||
| Aktiva | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 150.288 | 143.532 |
| Forderungen an Kunden | 210.224 | 208.688 |
| Handelsaktiva | 29.631 | 30.441 |
| Finanzanlagen | 62.885 | 62.885 |
| Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen | 125.690 | 122.625 |
| Übrige Aktiva | 82.707 | 92.305 |
| Passiva | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 189.844 | 187.526 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 148.398 | 154.103 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 111.452 | 109.810 |
| Handelspassiva | 41.148 | 42.234 |
| Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen | 113.616 | 111.340 |
| Übrige Passiva | 21.771 | 22.049 |
| Eigenkapital | 35.196 | 32.578 |
| Bilanzsumme | 661.425 | 659.638 |
| Geschäftsvolumen (in Milliarden Euro) | 1.292.783 | 1.258.111 |
| Risikolage | ||
| Liquiditätsadäquanz | ||
| DZ BANK Gruppe | ||
| Minimaler Liquiditätsüberschuss (in Milliarden Euro) | 24,7 | 22,7 |
| DZ BANK Institutsgruppe | ||
| Liquiditätsdeckungsquote — LCR (in Prozent) | 156,4 | 143,9 |
| Strukturelle Liquiditätsquote — NSFR (in Prozent) | 126,5 | 125,0 |
| Kapitaladäquanz | ||
| DZ BANK Gruppe | ||
| Ökonomische Kapitaladäquanz (in Prozent) | 221,9 | 200,3 |
| DZ BANK Finanzkonglomerat | ||
| Bedeckungssatz (in Prozent) | 154,3 | 136,1 |
| DZ BANK Institutsgruppe | ||
| Harte Kernkapitalquote (in Prozent) | 18,4 | 15,8 |
| Kernkapitalquote (in Prozent) | 20,5 | 17,8 |
| Gesamtkapitalquote (in Prozent) | 23,6 | 20,1 |
| Leverage Ratio (in Prozent) | 7,0 | 6,6 |
| MREL-Quote in Bezug auf die risikogewichteten Positionsbeträge (in Prozent) | 40,8 | 36,2 |
| MREL-Quote in Prozent des Leverage Ratio Exposure | 13,9 | 13,4 |
| MMREL-Nachrangquote in Bezug auf die risikogewichteten Positionsbeträge (in Prozent) | 34,1 | 29,5 |
| MREL-Nachrangquote in Prozent des Leverage Ratio Exposures | 11,6 | 10,9 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt (Anzahl) | 34.444 | 33.837 |
| Langfristrating | ||
| S&P® Global Ratings | A+ | A+ |
| Moody’s Investors Service | Aa2 | Aa2 |
| Fitch Ratings | AA- | AA- |
1 Zinsüberschuss + Provisionsüberschuss + Handelsergebnis + Ergebnis aus Finanzanlagen + Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten + Ergebnis aus der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden + Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft + Sonstiges betriebliches Ergebnis.
Bausparkasse Schwäbisch Hall
Mit rund sieben Millionen Verträgen und einem Marktanteil von mehr als 33 Prozent ist Schwäbisch Hall die größte Bausparkasse in Deutschland. Das Unternehmen zählt zudem zu den führenden Anbietern von Baufinanzierungen. Als Partner der Genossenschaftsbanken und Teil der DZ BANK Gruppe bietet Schwäbisch Hall Kundinnen und Kunden Lösungen rund um das Bauen und Wohnen. Etwa 6.700 Mitarbeitende und Vertriebspartner im Innen- und Außendienst arbeiten eng mit den Genossenschaftsbanken zusammen und sorgen für eine qualifizierte Beratung und Betreuung.
Marktanteil behauptet – starkes Wachstum in der Baufinanzierung
Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 2025 ein Ergebnis vor Steuern (IFRS) von 122 Millionen Euro erzielt und konnte damit trotz schwieriger Marktbedingungen das Vorjahresergebnis spürbar steigern.Wesentlicher Treiber war der Zinsüberschuss, der von einem höheren Zinsniveau und der konsequenten Tarifpolitik profitierte. Aufgrund gezielter Investitionen in Wachstum und IT-Sicherheit stieg der Verwaltungsaufwand leicht.
Mit einem stabilen Marktanteil von 33,3 Prozent im Bausparen bleibt Schwäbisch Hall auch 2025 unangefochtener Marktführer in Deutschland. In einem anspruchsvollen Gesamtmarkt erzielte das Unternehmen zusammen mit den genossenschaftlichen Partnerbanken ein eingelöstes Bauspar-Neugeschäft von 20,5 Milliarden Euro. Um neue Kundengruppen für die genossenschaftliche FinanzGruppe zu gewinnen, startete Schwäbisch Hall die Kampagne „#MakeItReal“, die gezielt junge Menschen auf TikTok sowie im Gaming-Umfeld anspricht.
Das Baufinanzierungs-Neugeschäft wuchs in enger und subsidiärer Zusammenarbeit mit den genossenschaftlichen Banken um 16 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro. Auch die Nachfrage nach zinsgünstigen Bauspardarlehen legte stark zu.
Digitalisierung und neue Geschäftsmodelle
Schwäbisch Hall entwickelt ihren Weg zum umfassenden Lösungsanbieter rund um Bauen und Wohnen konsequent weiter. Das Ziel: gemeinsam mit den genossenschaftlichen Banken die gesamte Kundenreise abdecken – von der Immobiliensuche über Finanzierung und Modernisierung bis zum Verkauf. Dazu tragen innovative Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bei:
BAUFINEX bietet als genossenschaftlicher Vermittlermarktplatz für private Baufinanzierungen direkten Zugang zu 560 Produktanbietern und steigerte 2025 sein Transaktionsvolumen um 26,8 Prozent auf 16,8 Milliarden Euro. Die Schwäbisch Hall Wohnen GmbH (SHW) vernetzt über ihren B2B-Marktplatz Bauträger, Investoren und Vertriebspartner mit Fokus auf die genossenschaftliche FinanzGruppe. Impleco ergänzt das Angebot mit digitalen Services rund um die Immobilie, darunter Wohnglück.de und für die genossenschaftlichen Bankpartner die White-Label-Plattform PIA (Persönliche Immobilien-Assistenz).
Optimistischer Ausblick
Auf das Jahr 2026 blickt Schwäbisch Hall optimistisch: Die Nachfrage nach Wohneigentum bleibt hoch – bei weiterhin knappem Angebot. Auch der Modernisierungsbedarf im Gebäudebestand bleibt groß. Immobilienpreise und Mieten dürften moderat steigen, die Zinsen stabil bleiben oder sogar leicht anziehen. Dies wird die Nachfrage nach Baufinanzierungen und Bausparen weiter stärken.
Bausparen bleibt dabei das Produkt der Stunde. Besonders die Möglichkeit, zielgerichtet Eigenkapital für den Immobilienerwerb aufzubauen und sich langfristig niedrige Zinsen zu sichern, macht es unverzichtbar. Viele profitieren dabei von staatlichen Förderungen wie der Arbeitnehmersparzulage, der Wohnungsbauprämie und der Riester-Förderung.
DZ HYP
In einem heterogenen Marktumfeld blickt die DZ HYP auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. In der Immobilienfinanzierung – dem Geschäft mit Firmenkunden und Privatkunden – generierte die Bank insgesamt 10,9 Milliarden Euro Neugeschäft (2024: 8,7 Milliarden Euro). Inklusive der Finanzierung öffentlicher Kunden wurde ein Volumen von 11,7 Milliarden Euro erzielt (2024: 9,5 Milliarden Euro).
Firmenkundengeschäft wächst weiter
Im Firmenkundengeschäft liegt das Neugeschäftsergebnis 2025 bei 9,2 Milliarden Euro (2024: 7,2 Milliarden Euro). Davon entfielen 9,0 Milliarden Euro (2024: 6,5 Milliarden Euro) auf den Kernmarkt Deutschland. Das Gemeinschaftskreditgeschäft mit den Volksbanken und Raiffeisenbanken betrug hier im Berichtsjahr 3,3 Milliarden Euro (2024: 2,7 Milliarden Euro).
Im Geschäft mit Privatkunden stieg das durch die Volksbanken und Raiffeisenbanken vermittelte Neuzusagevolumen im Berichtsjahr mit 1,6 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr leicht (2024: 1,5 Milliarden Euro). Auch in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Kunden erzielte die DZ HYP, die in der genossenschaftlichen FinanzGruppe als Kompetenzcenter für das Geschäftsfeld fungiert, mit 834 Millionen Euro mehr Abschlüsse (2024: 768 Millionen Euro).
Stabile finanzielle Situation
Die konsequente Umsetzung der Geschäfts- und Risikostrategie der DZ HYP trug auch 2025 zu einer stabilen finanziellen Situation und soliden Ertragslage bei.
Im Berichtsjahr lag der Zinsüberschuss mit 718,8 Millionen Euro auf dem Niveau des Vorjahres (719,8 Millionen Euro). Dies korrespondierte mit einem stabilen Kreditbestand. Der Zinsüberschuss zeigte sich als das Ergebnis der Steuerung des Bankbuches, die auf eine langfristige, periodengerechte Margengenerierung ausgerichtet ist.
Das Provisionsergebnis lag bei –27,1 Millionen Euro und damit um 6,0 Millionen Euro unter dem vergleichbaren Vorjahreswert von –21,1 Millionen Euro. Dabei wurden 28,8 Millionen Euro (2024: 25,7 Millionen Euro) Provisionserträge im Kreditgeschäft vereinnahmt. Diese entwickeln sich abhängig vom jeweiligen Produktmix und Auszahlungszeitpunkt. Überdies entfielen –49,2 Millionen Euro (2024: –45,7 Millionen Euro) auf Vermittlungsleistungen an Volksbanken und Raiffeisenbanken der genossenschaftlichen FinanzGruppe.
Der Verwaltungsaufwand, bestehend aus den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen mit 245,7 Millionen Euro (2024: 239,4 Millionen Euro) sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen mit 5,6 Millionen Euro (2024: 5,1 Millionen Euro), belief sich auf 251,3 Millionen Euro. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg um 6,8 Millionen Euro (2024: 244,5 Millionen Euro).
Gestiegene Risikovorsorge
Für das Kreditgeschäft verzeichnet die DZ HYP einen unter der Planung liegenden Risikovorsorgeaufwand. Im Geschäftsfeld Firmenkunden sowie im privaten Immobilienkreditgeschäft waren Nettozuführungen zu Einzelwertberichtigungen von 91,2 Millionen Euro (2024: 79,0 Millionen Euro) erforderlich. Insgesamt wird ein Risikovorsorgeaufwand von 103,4 Millionen Euro (2024: 90,6 Millionen Euro) ausgewiesen.
Das Betriebsergebnis bildet den Erfolg der DZ HYP im Kerngeschäft ab. Insbesondere aufgrund der gestiegenen Risikovorsorge und geringerer sonstiger betrieblicher Erträge lag das Betriebsergebnis von 346,8 Millionen Euro (2024: 386,2 Millionen Euro) im Geschäftsjahr 2025 unter dem Vorjahr.
Union Investment
Trotz des weiterhin herausfordernden geopolitischen und wirtschaftlichen Umfelds lag der Nettoabsatz von Union Investment 2025 bei 23,3 Milliarden Euro und damit deutlich über dem Vorjahr (2024: 17,3 Milliarden Euro). Getragen von einem starken Neugeschäft und einer insgesamt positiven Marktentwicklung, stiegen die Assets under Management auf einen neuen Höchststand von 534,6 Milliarden Euro (2024: 504,7 Milliarden Euro). Damit zählte Union Investment auch 2025 zu den absatzstärksten Fondsgesellschaften in Deutschland und Europa. Das Unternehmen wächst dank der Unterstützung der genossenschaftlichen Banken kontinuierlich.
Zweitbestes Absatzjahr mit privaten Kunden
Das Privatkundengeschäft leistete mit einem Nettoabsatz von 13,5 Milliarden Euro (2024: 12,6 Milliarden Euro) erneut den größten Beitrag zum Gesamtergebnis. Es handelt sich um das zweitbeste Absatzergebnis in der 70-jährigen Unternehmensgeschichte. Das verwaltete Vermögen privater Kunden erhöhte sich auf 270,8 Milliarden Euro (2024: 254,0 Milliarden Euro).
Im Fokus privater Anleger standen erneut Rentenfonds. Diesen flossen 8,5 Milliarden Euro zu (2024: 10,5 Milliarden Euro). Favorit war der Fonds UniOpti4 mit einem Nettozufluss von 4,0 Milliarden Euro. Aktienfonds wurden deutlich stärker als im Vorjahr nachgefragt: Privatkunden investierten netto 7,4 Milliarden Euro nach 4,7 Milliarden Euro im Jahr 2024. Besonders großen Zuspruch erfuhren die Fonds der UniGlobal-Familie mit einem Nettoabsatz von insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Während Mischfonds bei privaten Kunden leichte Zuflüsse von 0,5 Milliarden Euro (2024: –1,5 Milliarden Euro) verzeichneten, gab es bei den Offenen Immobilienfonds marktbedingt Abflüsse in Höhe von 3,1 Milliarden Euro (2024: –1,3 Milliarden Euro).
Ein wesentlicher Treiber für die Zuflüsse blieb das ratierliche Fondssparen. Die Zahl der klassischen Fondssparpläne überschritt mit netto 169.000 neuen Sparplänen insgesamt erstmals die Marke von vier Millionen. Sie stieg inklusive Riester-Rente und VL-Sparen auf 6,55 Millionen Verträge (2024: 6,4 Millionen). Die überwiegende Mehrheit der neuen Fondssparpläne wurde in Aktienfonds angelegt (155.000).
Neugeschäft mit institutionellen Kunden mehr als verdoppelt
Der Nettoabsatz mit institutionellen Kunden hat sich im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppelt. Er belief sich auf 9,8 Milliarden Euro (2024: 4,7 Milliarden Euro). Der Bestand institutioneller Gelder wuchs auf 263,8 Milliarden Euro (2024: 250,7 Milliarden Euro). Einmal mehr favorisierten institutionelle Anleger Spezialfonds. Auf sie entfiel ein Neugeschäft von 7,8 Milliarden Euro netto. Institutionelle Publikumsfonds verzeichneten Nettozuflüsse von 1,2 Milliarden Euro. Advisory und Vermögensverwaltungen trugen zudem mit einem Nettoabsatz von 0,8 Milliarden Euro zum Ergebnis bei.
Der Absatz erstreckte sich auf alle Anlageklassen und Kundengruppen. Wesentliche Erfolgsfaktoren waren die hohe Kundenzufriedenheit sowie die hohe Investment- und Servicequalität in der Betreuung institutioneller Kunden, die beim Greenwich Quality Leader Award auch durch die Auszeichnung als bester Asset Manager für institutionelle Investoren in Deutschland zum siebten Mal in Folge bestätigt wurde.
DZ PRIVATBANK
Im Jahr 2025 baute die DZ PRIVATBANK ihre Marktposition als KompetenzCenter für Private Banking, Fondsdienstleistungen und LuxCredit-Lösungen in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz in enger Zusammenarbeit mit den Genossenschaftsbanken sehr erfolgreich aus und gewann erneut relevante Marktanteile hinzu. Im Rahmen des integrierten Geschäftsmodells lag ihr Ergebnis vor Steuern mit 105,5 Millionen Euro deutlich über dem Budget von 91,6 Millionen Euro. Die Wertschöpfung für Volksbanken und Raiffeisenbanken, die im Vorjahr mit 129,0 Millionen Euro einen Höchstwert erreicht hatte, konnte weiter gesteigert werden. Sie betrug im Berichtsjahr 147,7 Millionen Euro.
Private Banking: Assets under Management und Nettoerträge deutlich gesteigert
Im Ertragsgeschäftsfeld Private Banking setzte sich das außerordentliche Wachstum seit der Neuausrichtung im Jahr 2019 fort. Der Nettoabsatz verdoppelte sich gegenüber 2024 von 1,0 Milliarden auf 2,4 Milliarden Euro. Zudem wurde eine Produktleistung („Performance“) in Höhe von 2,2 Milliarden Euro erzielt. Die Assets under Management stiegen deutlich auf 30,7 Milliarden Euro (2024: 26,1 Milliarden Euro). Entsprechend konnten die Nettoerträge weiter ausgebaut werden. Sie lagen mit 183,4 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 170,9 Millionen Euro und über Plan.
LuxCredit: Kreditvolumen stabilisiert, VR ImmoFlex im Aufwind
Im Ertragsgeschäftsfeld LuxCredit gab es zinsunterstützt positive Wachstumssignale: Das Bruttoneugeschäft stieg gegenüber dem Vorjahr an. Gleichzeitig führten rückläufige Rückzahlungen in einem Umfeld sinkender Zinssätze zur Stabilisierung des Kreditvolumens. Der Nettoabsatz lag bei 77,2 Millionen Euro. Das innovative hauseigene Lösungsangebot VR ImmoFlex setzte den beginnenden Wachstumskurs fort. Die Nettoerträge blieben mit 18,8 Millionen Euro leicht hinter dem Vorjahreswert von 20,1 Millionen Euro zurück und entsprachen dem Planniveau.
Fondsdienstleistungen: Assets under Custody deutlich über Vorjahr
Im Ertragsgeschäftsfeld Fondsdienstleistungen stiegen die Assets under Custody zum Jahresende um beachtliche 19,5 Milliarden Euro auf 181,3 Milliarden Euro an (2024: 161,8 Milliarden Euro). Somit konnte bereits ein erheblicher Anteil des Abflusses infolge des Abgangs eines Großkunden aus dem Vorjahr kompensiert werden. Die Nettoerträge liegen mit 172,1 Millionen Euro deutlich über dem Planniveau.
„Summa cum laude“
Die insgesamt dynamische Entwicklung der DZ PRIVATBANK AG im Private Banking wird von Kunden, Genossenschaftsbanken und unabhängigen Analysten gleichermaßen anerkannt. Die DZ PRIVATBANK überzeugte im Jahr 2025 bei der Analyse des Fachmagazins „Elite Report“ in Kooperation mit dem Handelsblatt erneut mit höchster Beratungsqualität und wurde zum zwölften Mal in Folge mit dem Prädikat „summa cum laude“ ausgezeichnet. Damit bestätigte sie ihren Spitzenplatz aus dem letzten Jahr und gehörte wieder zu den zehn Bestplatzierten von über 380 deutschsprachigen Vermögensverwaltern.
R+V Versicherung
Bei der R+V Versicherung standen auch 2025 die Zeichen auf Wachstum. Dem genossenschaftlichen Versicherer gelang es im Geschäftsjahr, sein Beitragswachstum – trotz weiterhin schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in Deutschland und anhaltender globaler Unsicherheiten – deutlich zu beschleunigen.
Die Beitragseinnahmen der R+V Gruppe stiegen um 8,6 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro. Im deutschen Erstversicherungsgeschäft legte die R+V Versicherung mit 9,3 Prozent auf 17,5 Milliarden Euro deutlich stärker zu als der Markt. Wesentliche Erfolgsfaktoren blieben dabei die Genossenschaftsbanken als wichtige Vertriebspartner in der Fläche. Die Aktive Rückversicherung setzte ihr ertragsorientiertes Wachstum fort. Aufgrund von Wechselkursentwicklungen, insbesondere zum US-Dollar, bleibt der Umsatz stabil bei 3,4 Milliarden Euro. Die italienische Tochtergesellschaft Assimoco steigerte ihren Umsatz erneut deutlich: Die Beitragseinnahmen stiegen um 21,5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Die erfolgreichen Vertriebspartnerschaften mit der genossenschaftlichen Bankengruppe Cassa Centrale Banca (CCB) und der größten italienischen Bankgenossenschaft ICCREA trugen maßgeblich dazu bei.
Lebens- und Pensionsversicherung: Rückenwind durch Einmalbeiträge und Neue Garantien
In der Lebens- und Pensionsversicherung profitierte die R+V von einem Umfeld, in dem langfristige Anlageformen wieder stärker gefragt waren. Steigende Einkommen, eine gesunkene Inflationsrate und positive Realzinsen sorgten 2025 für Rückenwind. Die Beitragseinnahmen erhöhten sich hier um 12,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro. Sie wuchsen damit fast doppelt so stark wie der Gesamtmarkt (6,7 Prozent).
Besonders dynamisch entwickelte sich das Einmalbeitragsgeschäft. Es sprang um 28,8 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Damit wuchs es deutlich stärker als der Markt (16,9 Prozent). Die laufenden Beiträge legten um 2,1 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro zu, während der Markt hier stagnierte (0,1 Prozent).
Der gesamte Neubeitrag in der Lebens- und Pensionsversicherung kletterte um 22,0 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. In der privaten Altersvorsorge waren die Neuen Garantien besonders gefragt. Nach einem Rückgang 2024 verzeichnete die R+V hier nun einen kräftigen Anstieg. Der Neubeitrag mit Neuen Garantien wuchs um 55,9 Prozent. Besonders dazu bei trug die Safe+Smart-Produktfamilie. Hier wurden im Neugeschäft 1,3 Milliarden Euro erzielt. Fondsgebundene Lösungen blieben ebenfalls wichtig. Ihr Neubeitrag stieg um 23,2 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. Die betriebliche Altersvorsorge, die 2024 noch rückläufig war, drehte wieder deutlich ins Plus. Der Neubeitrag erhöhte sich um 16,0 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro.
Gesundheitsversicherung: Erstmals mehr als 1 Milliarde Euro Beitragseinnahmen
Die R+V Krankenversicherung setzte ihren Wachstumskurs auch 2025 unverändert fort. Sie überschritt erstmals die Marke von 1 Milliarde Euro Beitragseinnahmen. Die Prämien stiegen um 7,6 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Die Anzahl der versicherten Personen erhöhte sich um 6,5 Prozent auf 1,9 Millionen. Sowohl im Bereich der Vollversicherung als auch bei den Zusatzversicherungen legte die R+V weiter zu. Die Zahl der Vollversicherten wuchs um 3,4 Prozent auf rund 75.000 Personen, die der Zusatzversicherten um 6,6 Prozent auf 1,8 Millionen. Die R+V stärkt damit ihre Rolle als verlässlicher Partner der Genossenschaftsbanken im Wachstumsfeld Gesundheit.
Schaden- und Unfallversicherung: Breites Wachstum in allen Sparten
Das Firmenkundengeschäft in der Schaden- und Unfallversicherung legte um 5,8 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro zu. Die R+V positioniert sich in diesem Segment weiterhin als Partner des Mittelstands mit einem breiten Spektrum an Lösungen, von Haftpflicht über Sachversicherungen bis hin zu spezialisierten Deckungen. Im Privatkundengeschäft stiegen die Beitragseinnahmen um 5,5 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet die R+V in allen Sparten erneut ein Wachstum der Beitragseinnahmen. Das Umfeld bleibt jedoch anspruchsvoll. Wirtschaftspolitische Reformen sind entscheidend, um die Standortbedingungen zu verbessern, Investitionen zu fördern, private Vorsorge zu stärken. Dazu gehören ein konsequenter Abbau von Bürokratie und Überregulierung sowie eine Reform der privaten Altersvorsorge. Ebenso: ein Konzept, um die Folgen des Klimawandels besser bewältigen zu können und einen flächendeckenden und langfristig versicherbaren Schutz gegen Elementargefahren sicherzustellen.Weiteres Wachstum erwartet
| R+V-Beitragsentwicklung 2025 (vorläufig) | 2025 | 2024 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gebuchte Bruttobeiträge | Mio. Euro | Mio. Euro | in Prozent |
| R+V Gruppe (HGB) | 22.769 | 20.958 | 8,6 |
| Erstversicherer Inland (HGB) davon: | 17.507 | 16.015 | 9,3 |
| Lebens-/Pensionsversicherung | 8.503 | 7.587 | 12,1 |
| Einmalbeiträge | 3.661 | 2.842 | 28,8 |
| Laufende Beiträge | 4.843 | 4.745 | 2,1 |
| Krankenversicherung | 1.021 | 949 | 7,6 |
| Schaden-/Unfallversicherung | 7.983 | 7.480 | 6,7 |
| Aktive Rückversicherung (HGB) | 3.395 | 3.407 | –0,3 |
| Assimoco | 1.867 | 1.536 | 21,5 |
| Neugeschäft Leben/Pension davon: | 4.938 | 4.046 | 22,0 |
| Einmalbeiträge | 4.650 | 2.833 | 28,8 |
| Laufende Beiträge | 1.288 | 1.213 | 6,1 |
Münchener Hypothekenbank eG
Die Münchener Hypothekenbank behauptete sich 2025 erfolgreich in einem weiterhin von Unsicherheiten geprägten Marktumfeld. Sowohl an den Immobilienmärkten als auch an den Kapitalmärkten blieben die Rahmenbedingungen anspruchsvoll. Gleichwohl gelang es der Bank, ihre strategischen Ziele zu erreichen und ihre Marktposition weiter zu festigen.
Wachstum im Kerngeschäft
Das Hypothekenneugeschäft erhöhte sich um 11 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro. Impulse kamen insbesondere aus der Wohnimmobilienfinanzierung. Hier zeigten neue Produkte und gezielte Vertriebsaktivitäten erkennbar Wirkung. Mit der Einführung der vollautomatischen Bonitätsprüfung MHB RAPID wurde zudem die Effizienz im Kreditprozess deutlich gesteigert.
In der gewerblichen Immobilienfinanzierung wurde das Neugeschäft – trotz einer weiterhin zurückhaltenden Nachfrage nach Transaktionen – ebenfalls ausgeweitet. Ergänzend nutzte die Bank bei den öffentlichen und liquiden Investments die Marktchancen zur Stärkung ihres Bestands an hochwertigen Wertpapieren.
Hohe Ertragskraft und positive Ergebnisentwicklung
Der Zinsüberschuss lag mit 512,2 Millionen Euro weiterhin auf einem hohen Niveau. Damit unterstrich die Bank ihre nachhaltige Ertragsstärke. Zugleich wurde den Herausforderungen an den Immobilienmärkten mit einer vorausschauenden Risikovorsorge Rechnung getragen. Insgesamt erzielte die Bank einen Jahresüberschuss von 106,1 Millionen Euro und bestätigte damit ihre stabile und verlässliche Ergebnisentwicklung.
Stabile Refinanzierung und starke Kapitalbasis
Auch 2025 war die Bank erfolgreich am Kapitalmarkt aktiv. Der Fokus lag auf Hypothekenpfandbriefen sowie ungedeckten Anleihen in Euro und Schweizer Franken. Mit Benchmark-Emissionen – darunter eine sehr stark nachgefragte grüne Senior-Non-Preferred-Anleihe – wurde die Investorenbasis weiter verbreitert.
Die Bilanzsumme betrug zum Jahresende 53,5 Milliarden Euro. Mit einer harten Kernkapitalquote von 21,0 Prozent verfügt die Münchener Hypothekenbank über eine weiterhin sehr komfortable Kapitalausstattung und liegt deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
VR Smart Finanz
Die VR Smart Finanz ist in der genossenschaftlichen FinanzGruppe die Expertin für einfache, schnelle und digitale Finanzierungslösungen, bei denen die Entscheidung bis 500.000 Euro automatisiert in Echtzeit erfolgt. Das Lösungsportfolio der VR Smart Finanz adressiert die Bedarfe von Geschäfts- und Gewerbekunden sowie kleinen Mittelstandskunden der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Das Leistungsspektrum umfasst Kredit, Mietkauf und Leasing sowie digitale Services, die im Geschäftsalltag unterstützen. Das sind beispielsweise der Bonitätsmanager, der dabei hilft, die Unternehmensbonität einzuschätzen und zu optimieren, oder der FinCheck des VR Smart Guide, mit dem Unternehmen ihre Liquidität aktiv managen können.
Marktumfeld durch Wachstumsschwäche geprägt
Die Geschäftsentwicklung der VR Smart Finanz war 2025 maßgeblich vom herausfordernden Marktumfeld in Deutschland geprägt. Statt des erhofften Aufschwungs stagnierte die Wirtschaft, begleitet von erneut sinkenden Investitionen und Unternehmensinsolvenzen auf Rekordniveau. Die Konjunkturschwäche schlug sich besonders bei Geschäfts- und Gewerbekunden nieder. So entfielen vier von fünf Insolvenzen auf Kleinstunternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten.
Investitionsschwäche führt zu Neugeschäftsrückgang
Korrespondierend mit der konjunkturellen Entwicklung ging das Neugeschäftsvolumen der VR Smart Finanz im Vergleich zum Vorjahr 2025 um insgesamt 4,5 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro zurück. Maßgeblich dafür war das rückläufige Objektgeschäft infolge der Investitionszurückhaltung insbesondere kleiner Unternehmen. Das Neugeschäftsvolumen bei Objektfinanzierungen sank zum Vorjahr auf 547 Millionen Euro (−10 Prozent); zu diesem Rückgang trugen alle Lösungen (Leasing, Mietkauf, VR Smart express) bei.
Das Kreditneugeschäft entwickelte sich demgegenüber positiv. Im Zuge der großen Nachfrage nach flexibler Liquidität stieg das Neugeschäftsvolumen über die Unternehmerkredite (VR Smart flexibel und VR Smart basis) leicht auf 636 Millionen Euro. Das ist 1 Prozent mehr als 2024. Auch das Bestandsvolumen konnte in diesem Zusammenhang gegenüber 2024 moderat um 0,4 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro ausgebaut werden.
Kundenzahlen bleiben stabil
Ungeachtet des Auslaufens von KfW-Förderkrediten blieb die Kundenanzahl mit knapp 113.000 weitgehend stabil. Erneut positiv entwickelten sich die Kundenzahlen der Mehrwertdienste (Bonitätsmanager und VR Smart Guide), die einen Zuwachs um 7 Prozent zum Vorjahr verzeichneten.
Risikovorsorge bleibt auf hohem Niveau
Trotz rückläufigem Neugeschäft konnte das Zinsergebnis gesteigert werden. Auch die Bankenprovision wurde weiter auf einen Bestwert von rund 43 Millionen Euro (+8,7 Prozent) ausgebaut. Aufgrund eines planmäßigen inflationsbedingten Anstiegs der Verwaltungsaufwendungen erhöhte sich die Cost-Income-Ratio (CIR) um 5,1 Prozentpunkte auf 78,6 Prozent. Die Risikosituation blieb ebenfalls anspruchsvoll. So sank die Kundensolvenzquote und damit der Anteil solventer Kunden am Portfolio leicht um 0,3 Prozentpunkte auf 95,8 Prozent. Um der angespannten wirtschaftlichen Lage der Kunden Rechnung zu tragen, blieb die Risikovorsorge auf hohem Niveau. In Summe führten die hohen Risikokosten sowie das rückläufige Neugeschäft dazu, dass die VR Smart Finanz ein negatives Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von −28,3 Millionen Euro (2024: −23,4 Millionen Euro) ausweisen musste.
TeamBank AG
Die TeamBank verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 in einem herausfordernden Umfeld ein Ergebnis vor Steuern von –29 Millionen Euro (2024: 23 Millionen Euro). Hauptursache für diesen Rückgang war das anhaltend schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld. Dies erforderte eine weiterhin umsichtige Kreditrisikosteuerung. Das Neugeschäft reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 9,4 Prozent (2024: 3,1 Milliarden Euro). Der Bestand verringerte sich leicht und lag bei 9,1 Milliarden Euro (–3,7 Prozent). Die Kundenzahl bewegte sich zum 31. Dezember 2025 mit 1.067 Millionen (–0,4 Prozent) in etwa auf dem Vorjahresniveau.
Konsumklima beeinflusst Kreditgeschäft
Die wirtschaftliche Lage stellte auch im abgelaufenen Jahr eine anhaltende Belastung für die Verbraucher dar. Dies spiegelte sich in einem schwachen Konsumklima wider. Diese Entwicklung wirkte sich spürbar auf das Geschäft mit unbesicherten Konsumkrediten aus, das sich als besonders konjunktursensitiv erwies.
Der Rohertrag belief sich auf 476 Millionen Euro. Er verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,2 Prozent (2024: 497 Millionen Euro).
Das vollständig digitale und skalierbare Geschäftsmodell der TeamBank folgt dem Anspruch, die Wettbewerbsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe im Konsumkreditgeschäft auszubauen und profitables Wachstum für die Partnerbanken zu generieren. So wurden trotz der konjunkturbedingt verhaltenen Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr 200 Millionen Euro (2024: 230 Millionen Euro) Provisionen an die Partnerbanken ausgeschüttet. Der Rückgang gegenüber 2024 ergibt sich im Wesentlichen aus dem geringeren Geschäft mit Restschuldversicherungen.
Stabiler Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand konnte dank eines konsequenten Kostenmanagements bei gleichzeitig umfangreichen Investitionen in die digitale Weiterentwicklung leicht reduziert werden. Er betrug 279 Millionen Euro (2024: 283 Millionen Euro). Die Cost-Income-Ratio bewegte sich mit 57,7 Prozent (2024: 55,4 Prozent) weiterhin auf einem soliden Niveau.
Der Risikovorsorgeaufwand belief sich auf 233 Millionen Euro (2024: 205 Millionen Euro). Er bleibt damit konjunkturbedingt hoch. Das Ergebnis vor Steuern lag bei –29 Millionen Euro (2024: 23 Millionen Euro). Die Wertschöpfung der TeamBank liegt damit bei insgesamt 171 Millionen Euro (2024: 252 Millionen Euro). Die Bilanzsumme verringerte sich leicht auf 10,5 Milliarden Euro (2024: 10,9 Milliarden Euro).
Kundenlösungen weiterentwickelt
Das Konsumkreditgeschäft befindet sich in einem strukturellen Wandel: Der Finanzierungsbedarf wird zunehmend am Ort des Konsums erfüllt. Dies führt häufig zu einer Vielzahl kleiner Kredite und erhöht bei den Verbrauchern das Risiko, die eigene Liquidität aus dem Blick zu verlieren. Die TeamBank begegnet dieser Entwicklung mit einem kundenzentrierten Angebot, das jederzeit am Ort des Konsums genutzt werden kann. Dabei wird die finanzielle Leistungsfähigkeit des Kunden individuell berücksichtigt.
Die im abgelaufenen Jahr erreichte Wertschöpfung unterstreicht, dass das Geschäftsmodell der TeamBank auch unter herausfordernden Marktbedingungen stabil ist und weiterhin einen verlässlichen Beitrag zur Leistungsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe leistet.
Reisebank
Die Reisebank AG blickt auf ein Geschäftsjahr 2025 zurück, das von operativer Stärke, strategischer Klarheit und deutlich positiver Dynamik im Kerngeschäft geprägt war. Als spezialisiertes Institut innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe festigte sie ihre Rolle als Infrastruktur- und Verbundpartner im Edelmetall-, Sorten- und Cash-Services-Geschäft weiter.
Edelmetallgeschäft: Außerordentliche Dynamik
Das Geschäftsjahr 2025 war maßgeblich von der herausragenden Entwicklung im Edelmetallsegment geprägt. Der Umsatz mit physischen Edelmetallen stieg gegenüber 2024 um 55 Prozent und übertraf die Planerwartungen signifikant. Im Verbundgeschäft wurden die Edelmetallumsätze sogar um 59 Prozent gesteigert. Treiber hierfür waren insbesondere Anlageprodukte sowie regelmäßige Kaufmodelle. Die Provisionen im Edelmetallgeschäft stiegen sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch Plan folglich kräftig an.
Verbundgeschäft: VerbundFirst als strategischer Wachstumstreiber
Im Rahmen des strategischen Ansatzes VerbundFirst baute die Reisebank ihre Position als Spezial- und Infrastrukturpartner innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe konsequent aus. Die Anzahl der angebundenen Primärinstitute wuchs um rund 12 Prozent. Durch gezielte gemeinsame Vertriebsaktivitäten wurde die Nutzungstiefe zentraler Leistungen bei den Partnerinstituten spürbar gesteigert.
Bargeld und Sorten: Markttrend aktiv begleitet
In den Segmenten Bankautomaten und Sorten folgte die Reisebank dem strukturellen Markttrend des rückläufigen Bargeldvolumens. Die Provisionen im Bankautomatengeschäft lagen signifikant unter den Planerwartungen. Das Sortengeschäft verfehlte das geplante Provisions-/Handelsergebnis hingegen nur moderat. Gleichwohl bleibt Bargeld ein relevanter Bestandteil der Finanz- und Handelsinfrastruktur. Banken, Handel und spezialisierte Kundengruppen griffen auch 2025 verlässlich auf die Cash-Services der Reisebank zurück.
Ertragslage und Gesamtergebnis
Das geplante Provisions-/Handelsergebnis wurde zum Jahresende in der Gesamtbetrachtung leicht überschritten. Die Verwaltungsaufwendungen inklusive Personalaufwand bewegten sich plankonform. Das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung übertraf die Erwartungen und unterstreicht damit die solide operative Steuerung 2025.
Strategie und Ausblick 2026
Die Reisebank setzt die Transformation des Geschäftsmodells 2026 zielgerichtet und ausgerichtet an klaren strategischen Schwerpunkten fort.
Gleichzeitig wurde eine umfassende Überprüfung zentraler Prozesse und Organisationsstrukturen initiiert, mit dem Ziel, Personal- und Sachkosten nachhaltig zu optimieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Instituts langfristig zu sichern.
Für 2026 plant die Reisebank AG ein gegenüber 2025 merklich höheres Provisions-/Handelsergebnis. Aufgrund weiterer strategischer Investitionen in das Geschäftsmodell sowie deutlich höherer Verwaltungsaufwendungen erwartet die Reisebank AG einen Verlust vor Ergebnisabführung, der die nachhaltige Stärkung der Ertragsbasis in den Folgejahren gezielt vorbereitet.