In aller Kürze
Die Genossenschaftliche FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken hat sich im Geschäftsjahr 2025 trotz der anhaltenden wirtschaftlichen Schwäche Deutschlands gut behauptet. Der konsolidierte Gewinn vor Steuern lag bei 11,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis unterstreicht die Wettbewerbsfähigkeit der genossenschaftlichen FinanzGruppe und basiert auf einem weiter gewachsenen Kundengeschäft.
Der Zinsüberschuss – die größte Ertragsquelle der genossenschaftlichen FinanzGruppe – stieg leicht auf 24,5 Milliarden Euro und bestätigte das hohe Vorjahresniveau. Dynamischer entwickelte sich der Provisionsüberschuss, der auf 9,9 Milliarden Euro anwuchs. Haupterlösquellen waren weiterhin Erträge aus dem Zahlungsverkehr und dem Wertpapiergeschäft. Das Handelsergebnis verbesserte sich deutlich und drehte von –643 Millionen Euro auf +384 Millionen Euro. Wesentlicher Grund hierfür war der Wegfall marktbedingter Bewertungseffekte bei eigenen Emissionen. Demgegenüber normalisierte sich das Ergebnis aus Finanzanlagen von 930 Millionen Euro auf 142 Millionen Euro. Zwar konnten auch hier Wertaufholungen verzeichnet werden, diese fielen jedoch wesentlich geringer aus als im Vorjahr. Hervorzuheben ist zudem das Versicherungsgeschäft. Eine erfreuliche Entwicklung im Kundengeschäft sowie eine geringere Schadendynamik führten zu einem deutlichen Anstieg des Ergebnisses aus dem Versicherungsgeschäft von 55,6 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.
Die Risikovorsorge hielt die genossenschaftliche FinanzGruppe im Geschäftsjahr 2025 mit 4,3 Milliarden Euro auf weiter hohem Niveau. Hierin spiegelt sich das aufgrund der schwachen Konjunktur weiterhin anziehende Insolvenzgeschehen bei Unternehmen und Verbrauchern wider. Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich moderat um 6,5 Prozent auf 22,2 Milliarden Euro. Ausschlaggebend waren vor allem höhere Personalaufwendungen durch Tariferhöhungen und Neubesetzungen. Darüber hinaus stiegen die IT-Ausgaben. Der konsolidierte Jahresüberschuss nach Steuern belief sich auf 7,4 Milliarden Euro. Die Aufwand-Ertrags-Relation wuchs moderat auf 58,3 Prozent.
Die positive Entwicklung im Kundengeschäft spiegelte sich auch in der Bilanz wider: Die Forderungen an Kunden stiegen um 2,9 Prozent, die Kundeneinlagen um 2,7 Prozent. Die konsolidierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen FinanzGruppe erhöhte sich damit auf 1,68 Billionen Euro und lag 2,3 Prozent über dem Vorjahreswert.
Parallel dazu konnte die genossenschaftliche FinanzGruppe ihre Eigenkapitalbasis weiter stärken. Das bilanzielle Eigenkapital erhöhte sich um knapp 5,3 Prozent auf 158,5 Milliarden Euro. Die Gesamtkapitalquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 17,2 Prozent. Mit dieser sehr soliden Kapitalausstattung ist die genossenschaftliche FinanzGruppe gut aufgestellt für die Zukunft – sowohl für Risiken als auch für erwartete Finanzierungsbedarfe. Dies bestätigen auch die aktuellen Bewertungen der Ratingagenturen: Fitch bewertet die genossenschaftliche FinanzGruppe weiterhin mit AA−, Standard & Poor’s mit A+, jeweils mit stabilem Ausblick.