Geschäftsverlauf der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
2025 dauerte die langjährige Schwächephase der deutschen Wirtschaft an. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung konnte sich jedoch auf niedrigem Niveau etwas stabilisieren. So stagnierte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt im Vorjahresvergleich mit 0,2 Prozent Wachstum, nachdem es in den Jahren 2023 und 2024 noch um 0,9 beziehungsweise 0,5 Prozent gesunken war. Auch das Preisgeschehen hat sich normalisiert. Während sich die Verbraucherpreise 2023 noch um hohe 5,9 Prozent verteuerten, erhöhten sie sich im Jahresdurchschnitt 2025 um 2,2 Prozent und damit im selben Maße wie 2024.
Zwar hatte sich die wirtschaftliche Stimmung zu Jahresbeginn aufgehellt, gefördert vor allem durch die erwarteten Ausgabensteigerungen der neu gewählten Bundesregierung für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz. Eine nachhaltige Konjunkturbelebung blieb jedoch im Jahresverlauf 2025 erneut aus. Die Gemengelage aus hohen weltwirtschaftlichen Unsicherheiten – unter anderem verursacht durch die unberechenbare US-Zollpolitik – und anhaltenden inländischen Strukturproblemen – wie den Bürokratielasten und dem allgemeinen Verlust an internationaler Wettbewerbsfähigkeit – dämpfte die Konjunktur.
Vor allem der Konsum trug zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung bei. Die preisbereinigten Konsumausgaben von Privathaushalten und Staat legten insgesamt stärker zu als im Vorjahr, insbesondere infolge der weiter zunehmenden Ausgaben im Gesundheits- und Pflegebereich. Das Investitionsklima blieb hingegen trübe. Angesichts der strukturellen Standortschwächen sowie der enormen geo- und wirtschaftspolitischen Unsicherheiten wurde preisbereinigt erneut weniger in Ausrüstung investiert. Auch die Bauinvestitionen gaben preisbereinigt abermals nach, was vor allem auf die andauernde Schwäche im Wohnungsbau zurückzuführen war. Der Außenbeitrag verminderte das gesamtwirtschaftliche Wachstum stärker als im Vorjahr. Angesichts des Gegenwinds durch die US-Handelspolitik, der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar und der stärkeren Konkurrenz durch chinesische Produkte sanken die preisbereinigten Exporte der deutschen Wirtschaft erneut, während die Importe kräftig stiegen – gestützt durch den robusten Konsum und staatliche Rüstungsinvestitionen.
Am Arbeitsmarkt kam der langjährige Anstieg der Erwerbstätigenzahl zum Erliegen. Vor dem Hintergrund der verhaltenen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des voranschreitenden demografischen Wandels stagnierte die Zahl der im Inland arbeitenden Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt nahezu bei knapp 46,0 Millionen, nachdem sie seit Mitte der 2000er-Jahre nahezu kontinuierlich gestiegen war. Die Arbeitslosenzahl nahm leicht zu, von rund 2,8 Millionen im Vorjahr auf etwa 2,9 Millionen. Die Arbeitslosenquote stieg von 6,0 auf 6,3 Prozent.
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre geldpolitische Lockerung im Jahr 2025 fort. Auf ihrer Sitzung im Februar senkte sie den Einlagesatz um 25 Basispunkte auf 2,75 Prozent. Weitere Zinssenkungen erfolgten auf den Sitzungen im März, April und Juni 2025. Insgesamt wurde der Einlagesatz um 100 Basispunkte gesenkt. Somit lag der Einlagesatz zum Jahresende bei 2,0 Prozent, der Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsfazilität bei 2,15 Prozent und der Spitzenrefinanzierungssatz bei 2,40 Prozent. Auf seiner Sitzung im Dezember stellte der EZB-Rat fest, dass er davon ausgehe, dass sich die Inflation nachhaltig auf das mittelfristige Inflationsziel von 2,0 Prozent einpendeln werde. Zugleich betonte er, dass ein datenabhängiger Ansatz von Sitzung zu Sitzung verfolgt werde und man sich nicht auf einen bestimmten Zinspfad festlegen wolle.
Neben den Zinssenkungen wurde die bereits laufende Normalisierung der Bilanz des Eurosystems durch den allmählichen Abbau von Anleihebeständen aus dem Anleihekaufprogramm (Asset Purchase Programme, APP) und dem pandemiebedingten Kaufprogramm (Pandemic Emergency Purchase Programme, PEPP) fortgesetzt. Der Bestand des APP-Portfolios nahm kontinuierlich ab, da fällige Anleihen nicht mehr reinvestiert wurden. Auch der Bestand des PEPP-Portfolios verringerte sich im Laufe des Jahres weiter.
Geschäftsentwicklung
Die genossenschaftliche FinanzGruppe hat in einem von geopolitischen Krisen gekennzeichneten und dadurch herausfordernden Marktumfeld ein Konsolidiertes Ergebnis vor Steuern in Höhe von 11.566 Millionen Euro nach 11.333 Millionen Euro im Vorjahr erzielen können.
Die Institute der genossenschaftlichen FinanzGruppe konnten ihre Forderungen an Kunden im Geschäftsjahr auf 1.081.170 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.050.269 Millionen Euro) ausweiten.
Auf der Einlagenseite der genossenschaftlichen FinanzGruppe konnte der Gesamtbestand im Jahresverlauf 2025 leicht gesteigert werden. Die Kundeneinlagen beliefen sich auf insgesamt 1.089.334 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.061.003 Millionen Euro). Diese trugen wesentlich zur Refinanzierung des Kreditgeschäfts der genossenschaftlichen FinanzGruppe bei.
Das Eigenkapital wies einen Betrag in Höhe von 158.521 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 150.612 Millionen Euro) auf.
Das Kapitalmarktrating der genossenschaftlichen FinanzGruppe wird durch die Ratingagenturen Standard & Poor’s mit A+ (Vorjahr: A+) und Fitch Ratings mit AA– (Vorjahr: AA–) bewertet. Im Geschäftsjahr verzeichnete die genossenschaftliche FinanzGruppe im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Rückgang bei den Mitgliedern. Die Genossenschaftsbanken hatten zum Ende des Geschäftsjahres insgesamt 17,5 Millionen Mitglieder nach 17,6 Millionen im Vorjahr (Personen und Unternehmen).
Ertragslage
Der Zinsüberschuss erreichte im Geschäftsjahr 24.513 Millionen Euro (Vorjahr: 24.316 Millionen Euro; Vorjahresprognose: konstantes Niveau). Die Zinserträge schmälerten sich dabei auf 39.665 Millionen Euro (Vorjahr: 41.945 Millionen Euro) bei auf −17.238 Millionen Euro (Vorjahr: −19.691 Millionen Euro) reduzierten Zinsaufwendungen. Die Zinserträge sanken durch den Rückgang des allgemeinen Marktzinsniveaus als Folge von Zinssenkungen der EZB. Der Rückgang der Zinsaufwendungen resultierte unter anderem aus den Umschichtungen auf der Passivseite in niedrig verzinsliche Produkte sowie aus reduzierten Refinanzierungskosten infolge von Zinssenkungen der EZB. Der Zinsüberschuss der Genossenschaftsbanken stellt die größte Ertragsquelle der genossenschaftlichen FinanzGruppe dar.
Der Provisionsüberschuss stieg im Geschäftsjahr auf 9.853 Millionen Euro (Vorjahr: 9.481 Millionen Euro; Vorjahresprognose: gering wachsend). Haupterlösquellen waren weiterhin der Zahlungsverkehr inklusive Kartengeschäft und die Vermittlung im Wertpapiergeschäft. Vom Provisionsüberschuss entfällt der überwiegende Teil auf die Genossenschaftsbanken. Daneben tragen die volumenabhängigen Erträge der Union Investment Gruppe einen wesentlichen Beitrag zum Provisionsüberschuss bei.
Das Handelsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr erheblich gestiegen und erreichte im Geschäftsjahr 384 Millionen Euro (Vorjahr: −643 Millionen Euro). Das Handelsergebnis wurde in der Veränderung gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen vom DZ BANK Konzern beeinflusst. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf Spreadinduzierte Bewertungseffekte der Eigenemissionen infolge von Marktpreisschwankungen zurückzuführen.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf 142 Millionen Euro (Vorjahr: 930 Millionen Euro; Vorjahresprognose: deutlich sinkend). Im Geschäftsjahr ergaben sich bei einem Teil der Finanzanlagen Wertaufholungen, jedoch erheblich geringer als im Vorjahr. Dagegen waren insbesondere bei Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten Wertminderungen infolge des gestiegenen Marktzinsniveaus festzustellen.
Die im Geschäftsjahr ermittelte Zuführung zur Risikovorsorge zeigte eine Nettozuführung in Höhe von −4.317 Millionen Euro (Vorjahr: Nettozuführung in Höhe von −4.488 Millionen Euro; Vorjahresprognose: sinkend, jedoch deutlich über dem Niveau der Vorjahre). Das aufgrund der schwachen Konjunktur anziehende Insolvenzgeschehen bei Unternehmen und Verbrauchern spiegelt sich in der weiterhin hohen Kreditrisikovorsorge wider.
Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr auf −48 Millionen Euro (Vorjahr: 150 Millionen Euro). Die Reduktion erklärt sich im Wesentlichen aus einem Rückgang des Ergebnisses aus derivativen Finanzinstrumenten ohne Handelsabsicht, die eine Zunahme des Ergebnisses aus zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestuften Finanzinstrumenten überstieg. Dabei ergaben sich unter anderem gegenüber dem Vorjahr niedrigere Ergebnisse für die Garantieversprechen und die Eigenanlagen der Union Investment Gruppe.
Das Ergebnis aus ohne Handelsabsicht abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumenten belief sich auf −245 Millionen Euro (Vorjahr: 109 Millionen Euro), das Ergebnis aus zur erfolgswirksamen Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert eingestuften Finanzinstrumenten auf 153 Millionen Euro (Vorjahr: −11 Millionen Euro) sowie das Ergebnis aus der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen zur Absicherung des beizulegenden Zeitwerts auf 44 Millionen Euro (Vorjahr: 52 Millionen Euro).
Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft entfällt ausschließlich auf den R+V Konzern und beinhaltet das Versicherungstechnische Ergebnis, das Ergebnis aus Kapitalanlagen und sonstige Ergebnis der Versicherungsunternehmen sowie das Versicherungstechnische Finanzergebnis. Das Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft stieg im Geschäftsjahr erheblich auf 2.457 Millionen Euro (Vorjahr: 1.579 Millionen Euro; Vorjahresprognose: merklich fallend). Dabei erhöhte sich das Versicherungstechnische Ergebnis auf 3.038 Millionen Euro (Vorjahr: 1.835 Millionen Euro). Das Versicherungstechnische Ergebnis der einzelnen Geschäftsbereiche war geprägt durch die dort angewendeten Bewertungsverfahren nach IFRS 17, es wurde maßgeblich beeinflusst von einer guten Schadenentwicklung in den Geschäftsbereichen Schaden/Unfall und Übernommene Rückversicherung. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen und sonstige Ergebnis der Versicherungsunternehmen belief sich infolge der im Segment Versicherung beschriebenen Entwicklung an den Märkten auf 2.272 Millionen Euro (Vorjahr: 5.094 Millionen Euro). Das Versicherungstechnische Finanzergebnis betrug −2.853 Millionen Euro (Vorjahr: −5.351 Millionen Euro), im Wesentlichen aufgrund der wirtschaftlichen Teilhabe der Versicherungsnehmer an den Wertentwicklungen der Kapitalanlagen.
Die Verwaltungsaufwendungen nahmen auf −22.178 Millionen Euro (Vorjahr: −20.815 Millionen Euro; Vorjahresprognose: spürbar steigend) zu. Die Personalaufwendungen stiegen auf −12.049 Millionen Euro (Vorjahr: −11.316 Millionen Euro), im Wesentlichen aufgrund von tariflichen Lohnsteigerungen, Gehaltsanpassungen und Stellenbesetzungen. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen, die sich aus Sachaufwendungen sowie Abschreibungen und Wertberichtigungen zusammensetzen, erhöhten sich auf −10.129 Millionen Euro (Vorjahr: −9.498 Millionen Euro). Dies ist neben der allgemeinen Inflationsentwicklung insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für die Informationstechnologie sowie Beratung zurückzuführen.
Das Sonstige betriebliche Ergebnis reduzierte sich auf 760 Millionen Euro (Vorjahr: 823 Millionen Euro).
Das Konsolidierte Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 11.566 Millionen Euro (Vorjahr: 11.333 Millionen Euro; Vorjahresprognose: geringeres Niveau) und lag damit über dem im Vorjahr prognostizierten Niveau.
Die Ertragsteuern des Geschäftsjahres in Höhe von −4.191 Millionen Euro (Vorjahr: −3.489 Millionen Euro) entfallen mit −3.666 Millionen Euro (Vorjahr: −3.598 Millionen Euro) im Wesentlichen auf tatsächliche Ertragsteuern.
Der Konsolidierte Jahresüberschuss nach Berücksichtigung von Ertragsteuern belief sich im Geschäftsjahr auf 7.375 Millionen Euro nach 7.843 Millionen Euro im Vorjahr. Dabei hat der höhere Aufwand aus Ertragssteuern den Anstieg des konsolidierten Ergebnisses vor Steuern überkompensiert.
Die Aufwand-Ertrags-Relation der genossenschaftlichen FinanzGruppe betrug im Geschäftsjahr 58,3 Prozent (Vorjahr: 56,8 Prozent).
Ertragslage
| 2025 in Mio. Euro | 2024 in Mio. Euro | Veränderung in Prozent | |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 24.513 | 24.316 | 0,8 |
| Provisionsüberschuss | 9.853 | 9.481 | 3,9 |
| Handelsergebnis | 384 | −643 | > 100,0 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 142 | 9301 | −84,7 |
| Risikovorsorge | –4.317 | −4.4881 | −3,8 |
| Sonstiges Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten | −48 | 150 | > −100,0 |
| Ergebnis aus dem Versicherungsgeschäft | 2.457 | 1.579 | 55,6 |
| Verwaltungsaufwendungen | −22.178 | −20.815 | 6,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 760 | 8231 | −7,7 |
| Konsolidiertes Ergebnis vor Steuern | 11.566 | 11.333 | 2,1 |
| Ertragsteuern | −4.191 | −3.4891 | 20,1 |
| Konsolidierter Jahresüberschuss | 7.375 | 7.843 | −6,0 |
1 Betrag angepasst.
Gewinn- und Verlustrechnung – Entwicklung des Konsolidierten Ergebnisses vor Steuern nach Posten
in Millionen Euro
Vermögens- und Finanzlage
Die konsolidierte Bilanzsumme der genossenschaftlichen FinanzGruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr auf 1.676.298 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.637.981 Millionen Euro). Das Volumen der Treuhandgeschäfte belief sich auf 2.429 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 2.787 Millionen Euro).
Auf der Aktivseite reduzierte sich die Barreserve auf 89.698 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 98.256 Millionen Euro). Die Forderungen an Kreditinstitute stiegen auf 66.693 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 58.484 Millionen Euro) und die Forderungen an Kunden auf 1.081.170 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.050.269 Millionen Euro). Dieser Zuwachs geht im Geschäftsjahr im Wesentlichen auf das Kreditwachstum der Genossenschaftsbanken zurück.
Die positiven Marktwerte aus Sicherungsinstrumenten betrugen 5.468 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 3.530 Millionen Euro). Die Handelsaktiva nahmen zum Ende des Geschäftsjahres auf 29.680 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 29.976 Millionen Euro) ab. Dabei reduzierten sich die positiven Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten auf 13.201 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 16.231 Millionen Euro) sowie die Forderungen auf 824 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 965 Millionen Euro). Dagegen war ein Anstieg bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren auf 12.151 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 10.329 Millionen Euro) sowie bei den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf 3.182 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 2.112 Millionen Euro) zu verzeichnen.
Zum 31. Dezember 2025 erhöhten sich die Finanzanlagen auf 265.427 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 256.166 Millionen Euro). Dabei ergaben sich ein auf 170.417 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 162.888 Millionen Euro) gestiegener Bestand an Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie ein auf 89.364 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 87.480 Millionen Euro) zugenommener Bestand an Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren.
Die Kapitalanlagen der Versicherungsunternehmen haben sich von 121.404 Millionen Euro zum 31. Dezember 2024 auf 124.425 Millionen Euro zum Ende des Geschäftsjahres erhöht. Die Veränderung geht im Wesentlichen auf Zunahmen bei den festverzinslichen Wertpapieren auf 57.150 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 54.936 Millionen Euro), bei den Vermögen für Rechnung und Risiko von Arbeitnehmern, Arbeitgebern und Inhabern von Lebensversicherungspolicen auf 26.758 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 24.859 Millionen Euro), bei den sonstigen Darlehen auf 1.021 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 906 Millionen Euro) sowie bei den positiven Marktwerten aus derivativen Finanzinstrumenten auf 157 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 60 Millionen Euro) zurück. Dagegen gab es Rückgänge bei den Schuldscheinforderungen und Darlehen auf 5.508 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 5.937 Millionen Euro), bei den Namensschuldverschreibungen auf 4.819 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 5.029 Millionen Euro), bei den Depotforderungen aus dem in Rückdeckung Übernommenen Versicherungsgeschäft und sonstigen Kapitalanlagen auf 23 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 223 Millionen Euro), bei den Hypothekendarlehen auf 12.498 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 12.685 Millionen Euro), bei den nicht festverzinslichen Wertpapieren auf 12.138 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 12.257 Millionen Euro) sowie beim Posten Investment Property auf 3.538 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 3.655 Millionen Euro).
Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf 139.714 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 138.877 Millionen Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden beliefen sich auf 1.089.334 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.061.003 Millionen Euro). Dabei ergab sich insbesondere bei den täglich fälligen Verbindlichkeiten ein Anstieg, während sich die Spar- und Bauspareinlagen rückläufig entwickelten.
Die verbrieften Verbindlichkeiten nahmen auf 97.999 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 100.778 Millionen Euro) ab. Dabei belief sich der Betrag der begebenen Schuldverschreibungen auf 73.723 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 78.988 Millionen Euro). Der Bestand der anderen verbrieften Verbindlichkeiten betrug 24.276 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 21.789 Millionen Euro).
Die Handelspassiva erreichten zum 31. Dezember 2025 einen Wert in Höhe von 41.181 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 38.544 Millionen Euro). Der Anstieg ist insbesondere auf Erhöhungen bei den begebenen Schuldverschreibungen einschließlich Aktien- und Indexzertifikate und anderen verbrieften Verbindlichkeiten auf 22.841 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 20.961 Millionen Euro) sowie den Lieferverbindlichkeiten aus Wertpapierleerverkäufen auf 3.578 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 2.379 Millionen Euro) zurückzuführen. Dagegen reduzierten sich die negativen Marktwerte aus derivativen Finanzinstrumenten auf 14.559 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 14.997 Millionen Euro).
Die Verbindlichkeiten aus Versicherungsverträgen erhöhten sich auf 113.616 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 111.340 Millionen Euro), im Wesentlichen aufgrund des Anstiegs der Deckungsrückstellung auf 101.014 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 98.482 Millionen Euro).
Zum Ende des Geschäftsjahres hat sich das bilanzielle Eigenkapital auf 158.521 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 150.612 Millionen Euro) erhöht. Dabei stiegen die Gewinnrücklagen auf 136.432 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 129.573 Millionen Euro), das gezeichnete Kapital auf 18.755 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 18.058 Millionen Euro) sowie die Kapitalrücklage auf 1.293 Millionen Euro (31. Dezember 2024: 1.282 Millionen Euro). Die Rücklage aus dem erfolgsneutralen Ergebnis belief sich auf −490 Millionen Euro (31. Dezember 2024: −594 Millionen Euro).
Das bilanzielle Eigenkapital verteilt sich auf die Genossenschaftsbanken mit 83,4 Prozent (31. Dezember 2024: 84,3 Prozent) und die weiteren Unternehmen der genossenschaftlichen FinanzGruppe mit 16,6 Prozent (31. Dezember 2024: 15,7 Prozent). Diese Eigenkapitalallokation zeigt die lokale unternehmerische Verantwortung und die große Bedeutung der dezentralen Governance für die Genossenschaftsbanken in der genossenschaftlichen FinanzGruppe.
Eigenkapitalquoten
Die aufsichtsrechtlichen Kapitalquoten entwickelten sich aufgrund der erfolgten Gewinnthesaurierung und der geringer als erwartet ausgefallenen Effekte aus der Capital Requirements Regulation III (CRR III) im Jahresverlauf 2025 positiv, wohingegen die Prognose von einem Rückgang ausging.
Absolut haben sich die konsolidierten Eigenmittel der genossenschaftlichen FinanzGruppe, insbesondere durch Gewinnthesaurierung auf Basis des Vorjahresabschlusses, um 9.211 Millionen Euro auf 148.826 Millionen Euro erhöht. Die Erhöhung der Leverage Ratio ist auf den Kernkapitalaufbau von 8.089 Millionen Euro zurückzuführen.
Die gewichteten Risikoaktiva betrugen zum 31. Dezember 2025 864.067 Millionen Euro und lagen damit um 39.654 Millionen Euro über dem Vorjahr (Details siehe Abschnitt Kapital). Der Anstieg beruht vor allem auf den Auswirkungen der Einführung der CRR III sowie auf der Erhöhung der Positionen im Kundenkreditgeschäft. Auf Kreditrisikopositionen entfallen insgesamt 90,4 Prozent der gewichteten Risikoaktiva (31. Dezember 2024: 91,2 Prozent).
Die Angaben zu den Eigenmitteln beziehungsweise Eigenmittelanforderungen beruhen auf den Ergebnissen der Erweiterten Zusammenfassungsrechnung (EZR) nach Artikel 49 Absatz 3 CRR in Verbindung mit Artikel 113 Absatz 7 CRR. Weitere Informationen hierzu sind auch im Risikobericht des Lageberichts enthalten.
Aufsichtsrechtliche Kennziffern
| in Prozent | 31.12.2025 | 31.12.2024 | Veränderung in Prozent- punkten |
|---|---|---|---|
| Harte Kernkapitalquote | 16,4 | 16,2 | 0,2 |
| Kernkapitalquote | 16,5 | 16,3 | 0,2 |
| Gesamtkapitalquote | 17,2 | 16,9 | 0,3 |
| Leverage Ratio | 8,7 | 8,4 | 0,3 |
Geschäftssegmente
Privatkunden und Mittelstand
Der Zinsüberschuss betrug im Geschäftsjahr 21.566 Millionen Euro (Vorjahr: 20.550 Millionen Euro). Die Forderungen an Kunden stiegen bei den Genossenschaftsbanken um 3,9 Prozent (31. Dezember 2024: 3,0 Prozent). Die Zinserträge der Genossenschaftsbanken schmälerten sich dabei geringfügig. Der Rückgang der Zinsaufwendungen resultierte bei den Genossenschaftsbanken unter anderem aus den Umschichtungen auf der Passivseite in niedrig verzinsliche Produkte sowie aus reduzierten Refinanzierungskosten infolge von Zinssenkungen der EZB. Bei den Genossenschaftsbanken erhöhten sich die Kundeneinlagen um 3,7 Prozent (31. Dezember 2024: 3,9 Prozent).
Der Provisionsüberschuss belief sich auf 9.565 Millionen Euro (Vorjahr: 9.297 Millionen Euro). Er war auch im Geschäftsjahr im Wesentlichen von den erzielten Erträgen aus dem Zahlungsverkehr inklusive Kartengeschäft und der Vermittlung im Wertpapiergeschäft beeinflusst. Ein weiterer Treiber des Provisionsüberschusses im Geschäftssegment „Privatkunden und Mittelstand“ war der mit den durchschnittlichen Assets under Management erzielte volumenabhängige Ergebnisbeitrag in der Union Investment Gruppe. Die Ergebnisbeiträge aus dem Private Banking und dem Fondsdienstleistungsgeschäft der DZ PRIVATBANK sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Die verwalteten Anlagemittel von vermögenden Privatkunden umfassen das Wertpapier-, Derivate- und Einlagevolumen der Kunden im Private Banking und wiesen zum 31. Dezember 2025 30,7 Milliarden Euro (31. Dezember 2024: 26,1 Milliarden Euro) auf. Die für Fonds verwahrten Vermögenswerte betrugen 181,3 Milliarden Euro (31. Dezember 2024: 161,8 Milliarden Euro).
Das Handelsergebnis wies einen Betrag in Höhe von 193 Millionen Euro (Vorjahr: 201 Millionen Euro) auf. Es setzt sich aus dem Ergebnis aus dem Handel mit Finanzinstrumenten, dem Ergebnis aus dem Devisen-, Sorten- und Edelmetallgeschäft sowie dem Ergebnis aus dem Warenhandel zusammen.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich im Geschäftsjahr auf −72 Millionen Euro (Vorjahr: 777 Millionen Euro). Im Geschäftsjahr ergaben sich bei einem Teil der Finanzanlagen Wertaufholungen, jedoch erheblich geringer als im Vorjahr. Dagegen waren insbesondere bei Staatsanleihen mit längeren Laufzeiten Wertminderungen festzustellen.
Die Risikovorsorge zeigt eine Nettozuführung in Höhe von −3.438 Millionen Euro (Vorjahr: Nettozuführung in Höhe von −3.039 Millionen Euro). Der erhöhte Zuführungsbedarf bei der Risikovorsorge ist auf das weiterhin eingetrübte konjunkturelle Umfeld mit gedämpften Konjunkturaussichten sowie auf Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen im Laufe des Geschäftsjahres zurückzuführen.
Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten reduzierte sich auf 7 Millionen Euro (Vorjahr: 14 Millionen Euro).
Die Verwaltungsaufwendungen betrugen im Geschäftssegment „Privatkunden und Mittelstand“ im Geschäftsjahr −19.477 Millionen Euro (Vorjahr: −18.326 Millionen Euro). Die Personalaufwendungen beliefen sich auf −10.513 Millionen Euro (Vorjahr: −9.913 Millionen Euro) und waren in der Veränderung im Wesentlichen von Stellenbesetzungen, Gehaltsanpassungen sowie Tariferhöhungen beeinflusst. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf −8.964 Millionen Euro (Vorjahr: −8.413 Millionen Euro). Dies ist neben der allgemeinen Inflationsentwicklung insbesondere auf gestiegene Aufwendungen für die Informationstechnologie sowie Beratung zurückzuführen.
Das Sonstige betriebliche Ergebnis reduzierte sich auf 586 Millionen Euro (Vorjahr: 655 Millionen Euro).
Das Konsolidierte Ergebnis vor Steuern betrug aufgrund der zuvor dargestellten Einflussfaktoren im Geschäftsjahr 8.930 Millionen Euro (Vorjahr: 10.129 Millionen Euro). Die Aufwand-Ertrags-Relation belief sich auf 61,2 Prozent (Vorjahr: 58,2 Prozent).
Zentralbank und Großkunden
Der Zinsüberschuss im Geschäftssegment „Zentralbank und Großkunden“ verminderte sich im Geschäftsjahr auf 2.158 Millionen Euro (Vorjahr: 2.939 Millionen Euro). Die leichte Erhöhung des Zinsüberschusses im Firmenkundengeschäft dieses Segments ist durch den Anstieg des Kreditvolumens im operativen Kreditgeschäft begründet. Der Zinsüberschuss bei strukturierten Finanzierungen lag geringfügig über dem Wert des Vorjahres, insbesondere aufgrund einer Ausweitung des Kreditvolumens mit in- und ausländischen Firmenkunden. Der Zinsüberschuss aus dem Geld- und Kapitalmarktgeschäft hat sich stark reduziert. Dabei führte der Zinsrückgang am Geldmarkt zu einer Verringerung des Zinsüberschusses aus der Anlage der Liquidität aus dem Überhang der unverzinsten Passiva (wie zum Beispiel Eigenkapital) gegenüber den Aktiva.
Der Provisionsüberschuss lag mit einem Wert von 791 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 730 Millionen Euro). Wesentliche Ertragsquellen sind Dienstleistungsentgelte im Firmenkundengeschäft (insbesondere Kreditgeschäft inklusive Bürgschaften/Garantien und Auslandsgeschäft), im Kapitalmarktgeschäft (insbesondere Wertpapieremissions- und -kommissionsgeschäft, Vermittlungsprovisionen, Geschäfte an Terminbörsen, Finanzdienstleistungen und Informationsbereitstellung) sowie im Transaction Banking (insbesondere Zahlungsverkehr inklusive Kreditkartengeschäft und Wertpapierverwahrung). Im Geschäftsfeld Firmenkunden lag der Provisionsüberschuss geringfügig über dem Wert des Vorjahres. Der Anstieg war insbesondere auf Provisionen aus dem Kreditkonsortialgeschäft zurückzuführen. Im Geschäftsfeld Kapitalmarktgeschäft hat sich der Ergebnisbeitrag zum Provisionsüberschuss ebenfalls geringfügig erhöht. Wesentlicher Treiber der Entwicklung war das Wertpapiergeschäft. Des Weiteren lag der Provisionsüberschuss im Geschäftsfeld Transaction Banking deutlich über dem Wert des Vorjahres. Dies war im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen für den Geschäftsbesorgungsvertrag mit der equensWorldline SE aufgrund der im Jahr 2024 begonnenen Rückverlagerung von Zahlungsverkehrsaktivitäten auf die DZ BANK zurückzuführen.
Das Handelsergebnis erreichte einen Wert von 191 Millionen Euro und lag damit erheblich über dem Vergleichswert des Vorjahres in Höhe von −817 Millionen Euro. Im Handelsergebnis spiegelt sich im Wesentlichen die Geschäftstätigkeit der DZ BANK im Kapitalmarkt wider. Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr ist unter anderem auf Spreadinduzierte Bewertungseffekte der Eigenemissionen infolge von Marktpreisschwankungen zurückzuführen, die sich vor dem Hintergrund der Risikosteuerung gegenläufig im Ergebnis aus nicht derivativen Finanzinstrumenten niederschlugen. Dabei konnte die positive Veränderung beim Ergebnis aus nicht derivativen Finanzinstrumenten die gegenläufige negative Veränderung beim Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten deutlich überkompensieren.
Das Ergebnis aus Finanzanlagen erhöhte sich von 115 Millionen Euro im Vorjahr auf 165 Millionen Euro im Geschäftsjahr. Hierin sind im Wesentlichen Erträge aus Wertpapierveräußerungen enthalten, denen Aufwendungen infolge der Auflösungen von Sicherungsbeziehungen aus dem Portfolio Fair Value Hedge Accounting gegenüberstehen.
Die Risikovorsorge zeigte im Saldo eine Nettozuführung in Höhe von −292 Millionen Euro (Vorjahr: Nettozuführung in Höhe von −508 Millionen Euro). Dabei ergab sich eine Nettoauflösung der Risikovorsorge in der Stufe 1. Die Nettozuführungen in der Stufe 2 fielen im Geschäftsjahr kräftig höher aus als im Vorjahr, dagegen zeigten die Nettozuführungen in der Stufe 3 einen erheblichen Rückgang und konnten den Anstieg der Stufe 2 überkompensieren.
Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten belief sich im Geschäftsjahr auf 97 Millionen Euro (Vorjahr: 123 Millionen Euro). Dabei reduzierten sich sowohl die bonitätsinduzierte Bewertungsveränderung der finanziellen Vermögenswerte der Fair Value Option als auch das Ergebnis aus der Ineffektivität im Hedge Accounting.
Die Verwaltungsaufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf −2.075 Millionen Euro (Vorjahr: −1.977 Millionen Euro). Die Personalaufwendungen erhöhten sich auf −1.023 Millionen Euro (Vorjahr: −944 Millionen Euro). Grund hierfür waren sowohl gestiegene Löhne und Gehälter sowie korrespondierende soziale Aufwendungen infolge einer höheren Mitarbeiterzahl als auch Gehaltssteigerungen. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen wiesen einen Betrag in Höhe von −1.052 Millionen Euro (Vorjahr: −1.033 Millionen Euro) auf.
Das Sonstige betriebliche Ergebnis reduzierte sich auf 70 Millionen Euro (Vorjahr: 96 Millionen Euro). Die Aufwendungen für Rückstellungen im Rahmen von Restrukturierungen blieben hierbei konstant.
Das Konsolidierte Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 1.105 Millionen Euro (Vorjahr: 701 Millionen Euro), insbesondere aufgrund der Entwicklung im Handelsergebnis. Die Aufwand-Ertrags-Relation belief sich im Geschäftsjahr auf 59,8 Prozent (Vorjahr: 62,1 Prozent).
Immobilien
Der Zinsüberschuss belief sich auf 2.051 Millionen Euro (Vorjahr: 1.944 Millionen Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die positive Entwicklung der Erträge aus Bauspardarlehen und geringere Zinsaufwendungen im Bauspargeschäft bei der Bausparkasse Schwäbisch Hall sowie eine Verbesserung bei der DZ HYP infolge des gestiegenen durchschnittlichen Bestandsvolumens an Immobilienkrediten zurückzuführen. Dagegen war der Zinsüberschuss bei der Münchener Hypothekenbank eG rückläufig.
Der im Geschäftssegment „Immobilien“ regelmäßig aufgrund der Vermittlungsprovisionen negative Provisionsüberschuss betrug im Geschäftsjahr −53 Millionen Euro (Vorjahr: −73 Millionen Euro).
Das Ergebnis aus Finanzanlagen reduzierte sich auf −49 Millionen Euro (Vorjahr: 19 Millionen Euro), im Wesentlichen infolge des negativen Ergebnisses aus Veräußerungen von Schuldverschreibungen.
Die Risikovorsorge wies im Geschäftsjahr eine Nettozuführung in Höhe von −257 Millionen Euro (Vorjahr: Nettozuführung von −282 Millionen Euro) auf. Die Nettozuführung zur Risikovorsorge war insbesondere von einzelnen größeren Engagements, dem Zuführungsbedarf infolge einer Verschlechterung der Kundenbonität, die sich in Ratingmigrationen widerspiegelte, sowie einer Aktualisierung der makroökonomischen Parameter infolge der schwierigen konjunkturellen Lage beeinflusst.
Das Sonstige Bewertungsergebnis aus Finanzinstrumenten lag im Geschäftsjahr mit einem Saldo von −138 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von −19 Millionen Euro. Es war im Wesentlichen von negativen Liquiditätsspreadinduzierte Bewertungseffekten bei den Eigenemissionen sowie vom negativen Bewertungsergebnis der zum Fair Value bilanzierten Finanzinstrumente bei der DZ HYP beeinflusst.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich auf −953 Millionen Euro (Vorjahr: −888 Millionen Euro). Die Personalaufwendungen beliefen sich auf −495 Millionen Euro (Vorjahr: −442 Millionen Euro), die Zunahme geht im Wesentlichen auf Gehaltssteigerungen und Besetzungen von offenen Stellen zurück. Die sonstigen Verwaltungsaufwendungen wiesen einen Betrag in Höhe von −458 Millionen Euro (Vorjahr: −446 Millionen Euro) auf.
Das Konsolidierte Ergebnis vor Steuern reduzierte sich im Geschäftsjahr auf 674 Millionen Euro (Vorjahr: 781 Millionen Euro). Die Aufwand-Ertrags-Relation betrug 50,6 Prozent (Vorjahr: 45,5 Prozent).
Versicherung
Das Versicherungstechnische Ergebnis der einzelnen Geschäftsbereiche war geprägt durch die dort angewendeten Bewertungsverfahren nach IFRS 17. Es wurde maßgeblich beeinflusst von einer guten Schadenentwicklung im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft sowie in der Übernommenen Rückversicherung und belief sich insgesamt auf 2.597 Millionen Euro (Vorjahr: 1.371 Millionen Euro). Dabei betrugen die versicherungstechnischen Erträge 12.970 Millionen Euro (Vorjahr: 12.165 Millionen Euro) bei versicherungstechnischen Aufwendungen in Höhe von −10.108 Millionen Euro (Vorjahr: −10.577 Millionen Euro). Das Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen lag bei −264 Millionen Euro (Vorjahr: −217 Millionen Euro).
Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft erreichten die versicherungstechnischen Erträge 2.757 Millionen Euro (Vorjahr: 2.529 Millionen Euro). Die versicherungstechnischen Aufwendungen lagen bei −2.074 Millionen Euro (Vorjahr: −1.893 Millionen Euro). Das Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen betraf diesen Geschäftsbereich mit −6 Millionen Euro (Vorjahr: −5 Millionen Euro). Dabei ergaben sich Auflösungen der vertraglichen Servicemarge in Höhe von 385 Millionen Euro (Vorjahr: 308 Millionen Euro) und eine Auflösung der Risikoanpassung in Höhe von 70 Millionen Euro (Vorjahr: 74 Millionen Euro).
Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft erreichten die versicherungstechnischen Erträge 8.214 Millionen Euro (Vorjahr: 7.598 Millionen Euro). Diese sind im Wesentlichen durch die verdienten Prämien der nach dem Prämienallokationsansatz bewerteten Bestände geprägt. Die versicherungstechnischen Aufwendungen betrugen im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft −6.937 Millionen Euro (Vorjahr: −7.056 Millionen Euro). Hiervon entfallen −5.236 Millionen Euro (Vorjahr: −5.254 Millionen Euro) auf die Aufwendungen für Versicherungsfälle, die sich aus den Zahlungen für Versicherungsfälle in Höhe von −5.166 Millionen Euro (Vorjahr: −5.215 Millionen Euro) und der Veränderung der Schadenrückstellungen in Höhe von −70 Millionen Euro (Vorjahr: −40 Millionen Euro) zusammensetzen. Darüber hinaus ist die Veränderung der Verlustkomponente in Höhe von 159 Millionen Euro (Vorjahr: −40 Millionen Euro) berücksichtigt. Der sonstige versicherungstechnische Aufwand berücksichtigt die Abschluss- und Verwaltungskosten und belief sich auf −1.861 Millionen Euro (Vorjahr: −1.762 Millionen Euro). Das Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen betraf diesen Bereich mit −177 Millionen Euro (Vorjahr: −158 Millionen Euro). Die Combined Ratio (netto), ermittelt aus dem Verhältnis der Summe aus den versicherungstechnischen Aufwendungen und dem Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen zu den versicherungstechnischen Erträgen, betrug 86,62 Prozent (Vorjahr: 94,94 Prozent). Die eingetretenen Großschäden aus Elementarereignissen beliefen sich im Geschäftsjahr auf insgesamt −25 Millionen Euro (Vorjahr: −217 Millionen Euro)
Die versicherungstechnischen Erträge in der Übernommenen Rückversicherung betrugen 1.999 Millionen Euro (Vorjahr: 2.038 Millionen Euro). Neben den Prämieneinnahmen ist die Auflösung der vertraglichen Servicemarge aus dem allgemeinen Bewertungsmodell mit 254 Millionen Euro (Vorjahr: 271 Millionen Euro) enthalten. Die versicherungstechnischen Aufwendungen wiesen einen Betrag in Höhe von −1.096 Millionen Euro (Vorjahr: −1.628 Millionen Euro) aus. Das Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen betraf diesen Bereich mit −81 Millionen Euro (Vorjahr: −54 Millionen Euro). Die Combined Ratio (netto), ermittelt aus dem Verhältnis der Summe aus versicherungstechnischen Aufwendungen und Nettoergebnis aus Rückversicherungsverträgen zu den versicherungstechnischen Erträgen, betrug 58,91 Prozent (Vorjahr: 82,55 Prozent).
Das Ergebnis aus Kapitalanlagen und sonstige Ergebnis der Versicherungsunternehmen reduzierte sich auf 2.367 Millionen Euro (Vorjahr: 5.212 Millionen Euro).
Das langfristige Zinsniveau lag über dem Niveau des Vorjahres. Der 10-Jahres-Bund/Swapsatz betrug zum 31. Dezember 2025 2,93 Prozent (31. Dezember 2024: 2,36 Prozent). Ein gemäß der im Geschäftsjahr im Wesentlichen stabilen Portfoliostruktur der R+V ermittelter gewichteter Bonitätsspread wies zum 31. Dezember 2025 einen Wert von 44,0 Punkten (31. Dezember 2024: 65,2 Punkte) aus. Im Vorjahr reduzierte sich dieser von 77,0 Punkten zum 31. Dezember 2023 auf 65,2 Punkte zum 31. Dezember 2024.
Die für die R+V relevanten Aktienmärkte haben sich im Verlauf des Geschäftsjahres positiv entwickelt. So stieg der EURO STOXX 50, ein Aktienindex, der sich aus 50 großen börsennotierten Unternehmen der Europäischen Währungsunion zusammensetzt, seit Jahresbeginn um 895 Punkte auf 5.791 Punkte (31. Dezember 2024: 4.896 Punkte). Im Vorjahr verbesserte sich der Index um 374 Punkte.
Die Entwicklung des Euros gegenüber verschiedenen Währungen verlief im Geschäftsjahr insgesamt ungünstiger als im Vorjahr. So entwickelte sich der Wechselkurs von US-Dollar in Euro von 0,9657 zum 31. Dezember 2024 auf 0,8515 zum 31. Dezember 2025. Im Vorjahr entwickelte sich der US-Dollar von 0,9053 zum 31. Dezember 2023 auf 0,9657 zum 31. Dezember 2024.
Aus diesen Entwicklungen resultierte ein auf −1.169 Millionen Euro (Vorjahr: 658 Millionen Euro) geschmälertes Währungsergebnis sowie ein durch die Effekte aus den negativen Marktwertveränderungen insbesondere bei festverzinslichen Anlagen im fondsgebundenen Geschäft auf 1.192 Millionen Euro (Vorjahr: 2.925 Millionen Euro) gesunkenes nicht realisiertes Ergebnis. Dagegen verbesserten sich der Ergebnisbeitrag aus Abgängen von Finanzanlagen auf −140 Millionen Euro (Vorjahr: −535 Millionen Euro), das sonstige nichtversicherungstechnische Ergebnis auf −384 Millionen Euro (Vorjahr: −643 Millionen Euro), das laufende Ergebnis auf 2.972 Millionen Euro (Vorjahr: 2.930 Millionen Euro) sowie der Saldo aus Zu- und Abschreibungen auf −103 Millionen Euro (Vorjahr: −124 Millionen Euro). Der Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses steht kompensatorisch das Versicherungstechnische Finanzergebnis gegenüber, sodass es insgesamt nur zum Teil ergebniswirksam wird.
Das Versicherungstechnische Finanzergebnis verbesserte sich auf −2.853 Millionen Euro (Vorjahr: −5.351 Millionen Euro). Im Lebens- und Krankenversicherungsgeschäft betrug es −2.491 Millionen Euro (Vorjahr: −4.945 Millionen Euro), wobei die Verbesserung im Wesentlichen auf den zuvor beschriebenen kompensatorischen Effekt zurückzuführen ist. Im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft belief sich das Versicherungstechnische Finanzergebnis auf −210 Millionen Euro (Vorjahr: −256 Millionen Euro) und in der Übernommenen Rückversicherung auf −152 Millionen Euro (Vorjahr: −149 Millionen Euro). Innerhalb des Versicherungstechnischen Finanzergebnisses beläuft sich die Verzinsung mit dem Zinssatz bei Erstbewertung (Locked-in-Zins) im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft auf −189 Millionen Euro (Vorjahr: −191 Millionen Euro) und in der Übernommenen Rückversicherung auf −193 Millionen Euro (Vorjahr: −149 Millionen Euro).
Das Sonstige betriebliche Ergebnis stieg auf 33 Millionen Euro (Vorjahr: 8 Millionen Euro), im Wesentlichen aufgrund eines im Vergleich zum Vorjahr höheren Ergebnisses aus dem Abgang von zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten, insbesondere Immobilien
Das Konsolidierte Ergebnis vor Steuern hat sich im Wesentlichen vor dem Hintergrund der oben genannten Einflussfaktoren erheblich auf 2.144 Millionen Euro (Vorjahr: 1.240 Millionen Euro) erhöht.